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Tipps und Tricks zu Arktur (I)

Probleme mit Quotas?
Wer Probleme mit Quotas hat oder einfach nur mal sehen möchte, welcher User wie viel Platz auf dem Server beansprucht, sollte mal folgendes Script probieren.(> Download). Einfach in ein Verzeichnis unterhalb /usr/local kopieren und als root an der Konsole ausführen.

Squid verhindert den Upload großer Dateien
Squid ist standardmäßig so eingestellt, dass er den Upload von Dateien auf eine Webseite nur bis zu einer Größe von 1MB zulässt. Ist diese Begrenzung hinderlich, so kann man dies in der /etc/squid/squid.conf.in ändern: Man fügt als letzten Eintrag in die Datei z.B. die Zeile
request_body_max_size 5 MB ein. Anschließend startet man den Server neu oder lässt squid seine Konfiguration neu einlesen. Nun werden Uploads bis 5 MB zugelassen.

Missbrauch des eigenen Squid verhindern
In vielen Standardeinstellungen des Arktur verhindern die Einstellungen des Squid nicht den Missbrauch von außen, d.h. mit Kenntnis der dynamischen IP von Arktur kann jeder den Proxy des Schulservers benutzen und u.U. seine wahre Identität verschleiern. Das kann man durch eine Einstellung in /etc/squid/squid.conf.in verhindern: Im unteren Drittel findet man den Eintrag:
# Allow everything else
http_access allow all.

Das sollte man tunlichst in
# Allow everything else
http_access allow allowed_hosts

ändern.
Mit /usr/squid/bin/squid -k reconfigure werden die Änderungen wirksam.

Online-Interface und Webmail funktionieren nicht
Wenn es plötzlich Probleme mit dem Online-Interface in der Form gibt, dass die einzelnen Seiten besonders unterhalb des Pfades /home/www/admin (cgi-Scripte) nicht mehr korrekt angezeigt werden oder Teile offensichtlich fehlen oder sich bei Webmail einzelne Mails nicht mehr löschen lassen, kann das an einer vollen Partition hda1 liegen. Verlassen Sie sich nicht auf den Midnight Commander, sondern testen Sie die Kapazität an der Konsole mit df. Evtl. muss ein Verzeichnis (z.B. /usr) auf eine andere Partition gelegt werden, um Platz zu schaffen oder man löscht die Linux-Sourcen im Verzeichnis /usr/src/linux.

Kazaa sperren
Bei eingeschaltetem Masquerading kann man ungehindert Kazaa usw. nutzen. Will man das verhindern, muss man einen Eintrag in der Datei /usr/sbin/onipfwmasq ergänzen. Etwa in der 54. Zeile fügt man nach
/sbin/modprobe ip_masq_raudio
ein:
$IPFW_CMD -F -a deny -P tcp -S 192.168.0.0/255.255.0.0 -D 0.0.0.0/0 600:10000
Anschließend einmal stoppen und wieder starten:
/usr/sbin/onipfwmasq stop/start
Damit werden alle Ports zwischen 600 und 10000 gesperrt.
Die Sperrung einzelner Ports wie z.B. 119 für Newsgroups erfolgt natürlich analog.

Samba protokolliert mit
Wenn Sie kurz einen Überblick haben wollen, wer sich mit welchem Namen an welchem Rechner angemeldet hat, so fügen Sie in der /etc/samba/smb.conf im Abschnitt [homes] noch am Ende zwei Zeilen ein:
root preexec = echo "Angemeldet am %T als %U an %m" >> /var/log/samba/info.log
root postexec = echo "Abgemeldet am %T als %U an %m" >> /var/log/samba/info.log
Wenn das Verzeichnis /var/log/samba nicht existiert, muss es noch angelegt werden.

Netzwerkkarten lassen sich nicht entfernen
Bei der Version 3.3pxx lassen sich per sysadm-Menü evtl. weder eine falsch eingetragene Netzwerkkarte noch eine falsch eingetragene ISDN-Karte entfernen. Lösung: In /etc/Systemverwaltung/ether (wenn vorhanden) die Zeile löschen, die auf die eingetragene Netzwerkkarte hinweist sowie in /etc/Systemverwaltung/RCS/ether, v die Zeilen suchen, die auch auf die falsch eingetragene Netzwerkkarte hinweist und auch diese Zeile löschen. Die Zeile für die Netzwerkkarte beginnt mit 192.168.0.1, die Zeile für die ADSL-Karte mit ADSL.
Hinweis: In der Mailingliste ist darüber berichtet worden, dass dies kein zu empfehlendes Verfahren ist, obwohl es bei uns bisher funktioniert hat.

Arktur bringt die Netzwerkkarten durcheinander
Lassen sich mehr als ein Subnetz nicht ordnungsgemäß einrichten, weil Arktur anscheinend dabei die Netzwerkkarten durcheinander bringt, haben sich zwei Vorgehensweisen empfohlen:

  • Verschiedene Netzwerkkarten mit unterschiedlichen(!) Chipsätzen benutzen. Dabei muss man beachten, dass auch sog. Markennetzwerkkarten einen Realtek-Chipsatz haben können. Dann hätte man u.U. doch zwei identische Karten.
  • Die Reihenfolge der Einrichtung kann entscheidend sein. In einigen Fällen hat es schon geholfen, zunächst das erste Subnetz mit der Netzwerkkarte 1, dann den DSL-Anschluss und anschließend erst die anderen Subnetze zu installieren.

Einstellung der USV
Damit der Server nicht bei jeder Spannungsschwankung bzw. kurzfristigem Netzausfall herunterfährt, kann man zwei Einträge in der /etc/apcupsd/apcupsd.conf modifizieren:
batterylevel = 10: herunterfahren, wenn der Ladezustand unter 10% sinkt
Minutes = 3: abschalten, wenn weniger Power als für 3 min vorhanden ist.
Es wird die Bedingung angenommen, die zuerst erreicht wird.

USV fährt Arktur runter, aber er startet neu
Will man verhindern, dass Arktur nach einem durch die USV veranlassten Herunterfahren direkt neu startet, muss man in der Datei /etc/rc.d/halt etwa in der 14. Zeile den Parameter -p entfernen.

Log-Dateien werden zu groß
Wenn die Log-Dateien zu groß werden bzw. wenn man deren Größe selbst begrenzen will, genügt ein Eintrag in /etc/cronjobs/logfiles:  die maximale Größe jeder Log-Datei kann hier individuell bestimmt werden. Dazu einfach die Log-Datei mit dem kompletten Pfad sowie die maximale Größe in KB an die Liste anhängen. Beim Überschreiten der definierten Größe wird eine neue Log-Datei angelegt.

Uhrzeit des Servers stimmt nicht
Wenn die Zeit auf dem Server nicht stimmt, bekommen die Clients auch nur die falsche Zeit bei der Anmeldung mitgeteilt. Um die Uhrzeit einmal am Tag und bei jedem Onlinegehen des Servers einzustellen, müssen zwei Einträge vorgenommen werden: In der crontab eine neue Zeile einfügen:
0 8 * * *    /usr/sbin/ntpdate  ptbtime1.ptb.de > /dev/null
Damit wird jeden Tag die Systemzeit mit der MEZ abgeglichen. Damit nach einem Neustart dies auch geschieht, fügt man in der /etc/ppp/ip-up etwa in Zeile 44 vor dem exit 0 ebenfalls den Aufruf
/usr/sbin/ntpdate ptbtime1.ptb.de > /dev/null
ein.

Benutzernamen länger als 8 Zeichen
In der Datei /usr/lib/ods-server/bin/user wird etwa in Zeile 314 mit der Zeile
   if [ $laenge -gt 8 ] oder if [ $lkennung -gt 8 ]
beim Anlegen neuer User die Länge der Benutzerkennung überprüft. Tauschen Sie einfach in dieser Zeile die 8 gegen eine größere Zahl aus.
 

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Hier fehlt noch ein Tipp oder Trick? Dann schreiben Sie bitte eine E-Mail an einen der Medienberater - Danke!
 

Hinweis:

Alle Tipps beziehen sich meistens noch auf die Version 3.x.

Bei der Verwendung von 3.5 oder 4.0 sind teilweise Anpassungen notwendig, weil sich u.a. Pfade und Rechte verändert haben.
    
Hinweise zu Fallstricken bei der Installation von Vers. 4

Bei Version 4 gehört SquidGuard bereits zur Grundinstallation.

Quelle: eigenes Experimentieren und Diskussionen und Empfehlungen in der Maillingliste schan-user.

Bei Änderungen an Dateien immer vorher eine Sicherheitskopie machen.
 

Messages-Meldungen:

Infos zu den Meldungen in der /var/log/messages findet man hier

ISDN ohne Fehler
ISDN mit Fehler
IDE-Gerät

(aus SuSE Support-Datenbank)