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Tipps und Tricks zu Arktur (III)

Clamav scannt keine Mails mehr bzw. Arktur kann keine Mails abrufen (Arktur 3.5)
Etwa im Januar 2007 wurden in der Version 0.90 von Clamav einige Änderungen vorgenommen, die das Scannen eingehender Mails nicht mehr ermöglichen und nur zu Fehlermeldungen bereits beim Abholen der Mails beim Provider führen. Abhilfe schafft eine kleine Änderung in der Datei /usr/sbin/amavisd: Etwa in Zeile 400 steht die Zeile
chop ($output='clamscan --stdout -r -w --one-virus $TEMPDIR/parts');
Löschen Sie aus der Zeile den Teil -w --one-virus, weil diese Optionen nicht mehr unterstützt werden. Evtl. muss man vorher im Sysadm-Menü kurzfristig unter Verwalten-Sicherheit-Mailscanner den Mailscanner ab- und später wieder einschalten.

Clamav streikt bzw. Update funktioniert nicht
Wenn man Fehlermeldung wie z.B Problem with Internal Logger oder can't lock database erhält, so hat vermutlich ein abgebrochener Updateprozess dazu geführt. Dann löscht man erstens die Lock-Datei im Verzeichnis /usr/local/share/clamav und löscht den kompletten Inhalt der Datei /var/log/freshclam.log bzw. löscht diese Datei und erstellt eine neue freshclam.log mit dem User clamav und der Gruppe clamav sowie den Rechten 0644. Anschließend funktioniert clamav wieder, was man mit dem Befehl freshclam an der Konsole ausprobieren kann.

Clamav läuft nicht mehr nach Update
Wenn nach einem Update freshclam oder clamav das Fehlen einer Datei wie z.B. libclamav.so.3 moniert, obwohl diese Datei im vorgegebenen Pfad zu finden ist, so muss man einmal an der Konsole den Befehl ldconfig eingeben. Dieser Befehl aktualisiert die Liste der installierten Bibliotheken.

Webseiten werden als nicht vorhanden angezeigt
Eine Webseite wird aufgerufen, vom Browser als nicht verfügbar angezeigt und der Aufruf kurze Zeit später ist immer noch negativ, obwohl die Seite sicher existiert: Damit Web-Seiten im Proxy nicht allzu lange als nicht verfügbar markiert bleiben, kann das Time-Out verkleinert werden. Das gilt ebenso für gefundene Seiten:
Dazu werden in /etc/squid/squid.conf.in etwa ab Zeile 94 die Einträge
#negative_ttl 5 minutes
positive_dns_ttl 360 hours

in
negative_ttl 30 seconds
positive_dns_ttl 360 hours
negative_dns_ttl 1 minutes 
 (oder kürzer: 45 seconds)
geändert.
Anschließend muss squid neu gestartet werden, damit die Änderungen wirksam werden:

/usr/squid/bin/squid -k reconfigure

XP oder W2K-Clients können sich nach einiger Zeit nicht mehr am Server anmelden
Sind PC-Wächterkarten installiert? In regelmäßigen Abständen stimmen Server und Client ein Passwort zur Datenverschlüsselung neu ab. Dieses Passwort wird auf dem Client gespeichert. Nach einem Neustart allerdings sind die Daten wegen der PC-Wächterkarte nicht mehr vorhanden und die Arbeitsstation kann sich nicht mehr anmelden. Lösung: Nehmen Sie einen Eintrag in der Registrierung vor: Unter
HKEY_LOCAL_MACHINES\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\
Netlogon\Parameters
setzen Sie den Parameter
Set DisablePasswordChange auf 1.

Unter W2k müssen für alle User jeweils Proxy-Einstellungen vorgenommen werden
Um an einem Client die Proxyeinstellungen nicht benutzer- sondern gerätbezogen einzustellen, startet man unter Start -> Ausführen das Programm gpedit.msc
Unter Computer->administrative Vorlagen>Windows Komponenten>Internet-
Explorer
aktiviert man den Eintrag Proxy-Einstellungen pro Computer.
Ab sofort können die Proxy-Einstellungen von einem normalen User nicht mehr geändert werden.

Internet funktioniert nur schleppend
Wenn man den Eindruck hat, dass bis zum ersten Anzeigen einer aufgerufenen Webseite ungewöhnlich viel Zeit vergeht, dann aber die weiteren Seiten normal aufgebaut werden, so liegt das u.U. an einer falsch eingetragenen IP-Adresse des Telekom-DNS-Servers.
Kontrollieren Sie dazu die Datei /etc/named.boot.in, ob dort als letzte Zeile eine IP-Adresse steht und kommentieren Sie diese durch ein vorangestelltes ; aus. Speichern Sie ggf. und starten Sie anschließend den Server neu.

Vorgetäuschte Domänenanmeldung unter Windows 2000 und XP-Verhalten abschalten
W2K und XP cachen die Domänenanmeldung: Man hat keine Netzverbindung, kann sich aber trotzdem an der Domäne anmelden. Dies kann man durch einen Registry-Eintrag verhindern:
In HKLM\Software\Microsoft\Windows NT\CurrentVersion\Winlogon muss dazu der Schlüssel "CachedLogonsCount" auf "0" gesetzt werden.

Automatisches Update von XP geht nicht mehr
Wenn das automatische Update von WindowsXP nicht mehr funktioniert, so müssen die Proxyeinstellungen aktualisiert werden:
Start->Ausführen->cmd
Jetzt im Fenster den Befehl proxycfg -u eingeben.

Probleme mit ISDN oder TDSL?
Wenn Probleme mit dem Internet vorliegen, ist es meist schwer, einen kompetenten Ansprechpartner zu finden. Empfohlen haben sich folgende Rufnummern: Nummer 073110083056 oder 01805724853.

XP oder W2K merkt sich Netzwerkverbindungen
Lästig ist dabei die Fehlermeldung beim Abarbeiten der logon.bat, die auf eine bestehende Netzwerkverbindung hinweisen. Allerdings sind die Meldungen ohne Bedeutung. Um dies zu verhindern: In der Netzwerkverbindung alle Netzlaufwerke entfernen, eine neue beliebige Netzwerkverbindung herstellen und dabei das Häkchen bei Verbindung bei Anmeldung wiederherstellen entfernen.
Jetzt werden Verbindungen nur noch per logon.bat hergestellt und die Fehlermeldung unterbleibt.

Nach Stromausfall oder Serverreboot kein Internetzugriff möglich
Nach einem Stromausfall oder aber auch nach einem Neustart des Servers kann es passieren, dass Squid etwas "durcheinander" ist und man nicht mehr auf das Internet zugreifen kann. Es empfiehlt sich dann ein Löschen des Cache und ein Neustart des Squid. Dazu an der Konsole eingeben:
/etc/init.d/squid stop
rm -R -f /var/proxy/cache/*
/etc/init.d/squid start

Dann baut sich der Cache neu auf und es sollte nun funktionieren.

Arktur schickt Mails mit unbekanntem Empfänger zurück
Wer kennt das nicht: An der Mailadresse der Schule landen virenverseuchte Mails mit einem dem System unbekannten Empfänger. Arktur schickt diese Mail aber an die sehr wahrscheinlich gefälschte Absenderadresse mit dem Hinweis zurück, der Empfänger sei unbekannt.
Will man das verhindern (bei Nutzung von POP3), sollte man in die erste Zeile der /etc/mail/fetchmailrc folgenden Befehl einfügen: set no bouncemail.

Arktur schaltet immer auf den Domainnamen ARKTUR um
Will man z.B. von außen auf Webmail per dyndns.org zugreifen, ändert Arktur die Domain von http://xxx.dyndns.org/webmail auf http://arktur/webmail. Um das zu verhindern, reicht ein Eintrag in der /etc/httpd/httpd.conf: UseCanonicalName off
Dann nutzt der Apache bei Umleitungen nicht den eigenen Hostnamen,
sondern den, der ihm vom Browser mitgeteilt wurde.

Windows-Updates funktionieren nicht mehr
Lösung bei WIN XP: Auf der Kommandozeile "proxycfg -u" eingeben, damit wird die Proxyeinstellung in den Tiefen des Systems eingetragen.

Schönheitsfehler "rote Kreuzchen" an den Netzlaufwerken
Wen die roten Kreuzchen an den trotzdem funktionierenden Netzlaufwerken und W2K oder XP nervt, kann folgendermaßen Abhilfe versuchen:
Systemsteuerung -> Verwaltung -> Lokale Sicherheitsrichtlinien -> 
Lokale Richtlinien -> Sicherheitsoptionen und dort die
Leerlaufspanne bis zur Trennung der Sitzung auf 0 stellen.

W2K/XP: Hauptbenutzerrechte für alle
Häufig kommt es vor, dass einem an Arktur angemeldeten User Rechte fehlen, um bestimmte Programme auszuführen. Denn jeder, der sich an Arktur anmeldet, hat zunächst nur minimale Standardrechte auf dem Client. Will man aber jedem User Hauptbenutzerrechte geben, so fügt man in der Systemsteuerung über Kennwörter/Benutzerkonten der Gruppe Hauptbenutzer den User Jeder hinzu.
U.U. muss der Rechner vorübergehend aus der Domäne genommen werden.

Squid bzw. SquidGuard stürzen ab
Wenn sich in den LOG-Dateien (messages) die Fehlermeldungen der Form
squid: Warning: redirector #8 (FD 36) exited häufen, ist u.U. die Datenbank von squidGuard inkonsistent:
Abhilfe an der Konsole mit:
su -s /bin/bash -c "/usr/squid/bin/squidGuard -C all" squid

netlogon.bat wird nicht immer abgearbeitet
Ist ein W2K- oder XP-Client nicht in der Domäne eingebunden und soll trotzdem die netlogon.bat von Arktur abgearbeitet werden, kann es bei zu schneller Eingabe des Usernamens und des Passwortes bei der Anmeldung dazu kommen, dass das Netzwerk noch nicht bereit ist und die Netzanmeldung manuell später ausgeführt werden muss. Bei mir hat eine Änderung in den Gruppenrichtlinien geholfen: Start - Ausführen - gpedit.msc, dann Administrative Vorlagen - System - Anmeldung und dort Beim Neustart des Computers und bei der Anmeldung immer auf das Netzwerk warten aktivieren.

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Hier fehlt noch ein Tipp oder Trick? Dann schreiben Sie bitte eine E-Mail an einen der Medienberater - Danke!
 

Hinweis:

Alle Tipps beziehen sich z.Zt. noch auf die Version 3.x.

Bei der Verwendung von 3.5 oder 4.0 sind teilweise Anpassungen notwendig, weil sich u.a. Pfade und Rechte verändert haben.

Bei Version 4 gehört SquidGuard bereits zur Grundinstallation.

Quelle: eigenes Experimentieren und Diskussionen und Empfehlungen in der Maillingliste schan-user.

Bei Änderungen an Dateien immer vorher eine Sicherheitskopie machen.
 

Messages-Meldungen:

Infos zu den Meldungen in /var/log/messages findet man hier

ISDN ohne Fehler
ISDN mit Fehler
IDE-Gerät

(aus SuSE Support-Datenbank)